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Warum stellen nicht leitfähige Stäube generell eine Gefährdung dar?

Alle im elektrostatischen Sinn isolierenden Stoffe (Ableitwiderstand >10^8 Ohm) oder nicht leitfähige Stoffe bauen beim Transport (Saugen/Fördern) untereinander oder in Kontakt mit leitfähigen oder nicht leitfähigen Oberflächen Ladungen auf. Diese Ladungen werden nicht unmittelbar bei Kontakt mit einer leitfähigen Verbindung zum Erdpotential abgeleitet, sondern es kann sich z.B. in einem Behälter zunächst ein sehr hohes Ladungspotential bilden. Die Ladung, welche durch das Zusammenfallen des aufgeladenen Stoffes entsteht ist nicht sehr hoch, allerdings kann diese Energie ausreichen, um zur geerdeten Behälterwand hin zündwirksame Büschelentladungen zu erzeugen.

Art und Eigenschaften des Saugmediums (-stoff) sollten dem Betreiber bekannt sein. Die möglichen Risiken hinsichtlich erhöhter Elektrostatik durch den Stofftransport müssen bekannt sein. Beim Saugen von diesen problematischen Stoffen ist mittels der zugehörigen Erdungsklammer der Sauger vor dem Einsatz zusätzlich in den betrieblichen Potentialausgleich einzubinden.

Für die Anwendung im Gas-Ex-Bereich gilt es zu beachten, dass alle im elektrostatischen Sinn isolierenden Stäube mit unten genanntem Grenzwert* nicht aufgesaugt werden dürfen.

*Der Grenzwert für Schüttgüter liegt bei einem spezifischen Widerstand 1*108 Ω m (siehe auch TRBS 2153, Kap. 6.3). Für Schüttgüter mit einem höheren spezifischen Widerstand ist das Entstehen von zündwirksamen Büschelentladungen nicht auszuschließen.