News und Wissenswertes

Neues ERP-System für optimierte Prozesse

Mittelstand-Digital Zentrum Rheinland unterstützt Krahnen GmbH mit Servicebausteinen

Ein eigenes System für den Einkauf. Ein weiteres für die Buchhaltung. Teilweise papierbasierte Abläufe. Und eine Lagerverwaltung, die noch nicht vollständig digitalisiert ist. Der Krahnen GmbH war klar: Es fehlt eine durchgängige Systemunterstützung. Bei der Suche nach der passenden Warenwirtschaftssoftware hat der Hersteller von Industriesaugern die Services des Mittelstand Digital Zentrums Rheinland genutzt und über eine Prozessaufnahme einen SOLL-Prozess erarbeitet, in dem die technischen Anforderungen an das neue ERP-System klar formuliert sind.

Angefangen hat alles mit einer Unternehmenssprechstunde am Telefon: Simon Alker, Betriebsleiter bei der Krahnen GmbH, stellte den Kölner Mittelständler vor, schilderte Probleme und Herausforderungen und formulierte Ziele und Wünsche. Die Digitalisierungsexpert*innen des Mittelstand Digitale Zentrums Rheinland erläuterten Lösungsansätze und Best Practices anderer Unternehmen sowie die Methoden, mit denen das Zentrum kleine und mittlere Unternehmen (KMU) bei der Digitalisierung unterstützt.

Gemeinsames Prozessverständnis entwickeln

„Dann haben wir den gesamten Unternehmensprozess aufgenommen“, erklärt Martin Welsing, Wissenschaftlicher Mitarbeiter des WZL Aachen und KI-Trainer im Mittelstand-Digital Zentrum Rheinland. Bei einer Potenzialanalyse vor Ort wurden gemeinsam mit Vertretern der Krahnen GmbH alle Prozessschritte erfasst, Potenziale identifiziert und auf einem sechs Meter langen Papier visualisiert. „Wir arbeiten in dieser Phase bewusst mit Stift und Papier“, erläutert Welsing. „Das fördert das gemeinsame Prozessverständnis.“ Erst anschließend wurden die Ergebnisse geplottet und digitalisiert – als Grundlage für einen zweiten Workshop-Tag.

Vom IST- zum SOLL-Prozess

„Nachdem der IST-Prozess detailliert beschrieben war, stand der SOLL-Prozess im Fokus“, blickt Martin Welsing zurück. Ein Arbeitsschritt, der dann besonders erfolgreich umgesetzt werden kann, wenn die Vorarbeit stimmt. „Wenn ich das Problem genau beschreibe, ist die Lösung gar nicht mehr so schwierig“, sagt der Digitalisierungsexperte. „Darum legen wir so viel Wert auf eine klare Erfassung und Beschreibung der Ausgangsituation und Problemlage.“

Anforderungen klar formulieren

Gemeinsam mit Verantwortlichen und Mitarbeitenden des Unternehmens suchte das Team aus Aachen Lösungsansätze für jedes Potenzial: Wo müssen Schnittstellen zwischen Abteilungen entstehen? Wie kann mehr Transparenz erreicht werden? Welche Prozesse sind zu automatisieren? Und wie kann personengebundenes Wissen allen zugänglich gemacht werden? Am Ende von zwei Workshoptagen stand der SOLL-Prozess mit allen Anforderungen, die die Krahnen GmbH an ihr zukünftiges ERP-System stellt – und allen Lösungen, die sie erwartet.

Der Blick von außen

„Mit dieser Grundlage kann das Unternehmen ganz gezielt das Warenwirtschaftssystem erwerben und integrieren, das optimal auf seine Bedürfnisse zugeschnitten ist“, so Martin Welsing, der weiß, dass es bei vielen KMU gerade bei der Beschreibung der Ausgangssituation und der Anforderungen hakt.

„Oft fehlt der Blick von außen. Das ist sehr hilfreich, um eingefahrene Arbeitsabläufe „aufzudecken“ und zu optimieren.“ Eine Unterstützung, die auch Simon Alker von der Krahnen GmbH sehr zu schätzen weiß: „Die Unterstützung des Mittelstand-Digital Zentrums Rheinland war genau das, was wir gebraucht haben, um ein neues Warenwirtschaftssystem zu finden, das unseren Anforderungen entspricht.“

April 2022
Kluge Köpfe arbeiten hier - Das sind wir!

„Ich bin hier zwar Praktikant, doch meine Meinung wird gehört und auch geschätzt.“

Raphael macht gerade seine Fachoberschulreife am Berufskolleg Leverkusen. Das einjährige Schülerpraktikum, das er begleitend dazu absolviert, macht er im Werk der Krahnen GmbH. Das Unternehmen hat Standorte in Bergisch Gladbach und Köln und stellt Industriesauger her.

Die haben zwar auch was von einem Staubsauger, wie wir ihn zu Hause benutzen, allerdings kommen die Sauger von Krahnen in explosionsgefährdeten Bereichen zum Einsatz. Sie saugen also keine Fussel und Staub auf, sondern zum Beispiel Benzin, Kerosin, Säuren oder Laugen. Das Unternehmen sorgt also dafür, dass Menschen in anderen Betrieben sicher an ihrem Arbeitsplatz arbeiten können.

Den Praktikumsplatz bei Krahnen hat Raphael über Bekannte entdeckt und gefunden. Seit einem halben Jahr ist er nun dort und lernt alle möglichen kaufmännischen Bereiche kennen. Wir haben ihn bei Krahnen getroffen.

Was macht dir an deinem Praktikum besonders Spaß?

Tatsächlich ist es das Arbeiten an sich, was mir besonders Spaß macht. Ich lerne viel Neues und erfahre viel über die Arbeitswelt. Da habe ich bislang noch nicht so viele Erfahrungen gesammelt und das hilft mir weiter. Das Team hier ist echt toll. Man unterstützt sich immer gegenseitig. Ich bin hier zwar Praktikant, doch meine Meinung wird gehört und auch geschätzt.

Wie sieht so dein Arbeitstag bei Krahnen aus?

Ich komme morgens an, fahre meinen PC hoch, gucke meine E-Mails nach, erledige allgemeine feste Aufgaben, die ich habe und ansonsten spreche ich mit den Kollegen und schaue, was an dem Tag zu tun ist. Es gibt eigentlich immer was zu tun hier.

Hast du feste Bereiche, in denen du tätig bist?

Ich wechsele die Bereiche im Unternehmen. Klar, kommt es drauf an, wo was zu tun ist. Doch ich kann das auch mitgestalten. Wenn ich jetzt zum Beispiel sage, ich möchte überhaupt nicht in den Einkauf, dann wird das hier auch akzeptiert und ich kann in dem Bereich unterstützen, wo ich mich einbringen möchte und was ich persönlich spannend finde.

Hast du vorher bereits Praktika gemacht?

Ja, ich habe vorher verschiedene andere Praktika in handwerklichen Berufen gemacht.

Was beschäftigt dich am meisten, wenn es um deine eigene Berufswahl geht?

Natürlich was ich am Ende mal beruflich machen werde bzw. möchte. Das war bei mir lange unklar, wohin ich gehen will. Auch aktuell ist es noch nicht ganz klar für mich. Das Praktikum jetzt hilft mir auch nochmal dabei herauszufinden, ob ich in den kaufmännischen Bereich möchte oder nicht.

Praktika in verschiedenen Gebieten zu machen hilft mir persönlich auf jeden Fall bei dieser Entscheidung. Zum Beispiel hatten wir in der achten Klasse die Berufsfelderkundung, wo wir uns verschiedene Berufe angeschaut haben. Mir hilft es auch, mich im Internet zu informieren. Infotage in der Schule empfinde ich hilfreich, wo nicht nur ein Beruf vorgestellt wird, sondern wo man viele Berufe vorgestellt bekommt und sich selber mehr Infos von den Unternehmen holen kann, für die man sich interessiert.

Was sollte sich deiner Meinung nach bei der Berufsorientierung verändern? Was würde dir den Einstieg ins Berufsleben erleichtern?

Manchmal empfinde ich es als schwierig, weil viele Arbeitgeber von uns jungen Menschen schon viel Erfahrung erwarten, die wir gar nicht mitbringen können. Und ich fände es so viel leichter, wenn wir alle ehrlicher miteinander sein könnten. Wenn es reicht, einen „ehrlichen“ Lebenslauf zu schicken, so wie es ist. Ich mag es nicht, wenn ich meinen Lebenslauf so gestalten muss, als wäre ich in allem der Beste, nur damit man interessant rüberkommt und die eigene Bewerbung nicht im Papierkorb landet.
Ich fände es so viel leichter, wenn die Erwartungen auf Seiten der Arbeitgeber etwas realistischer sind, bei dem, was ich als junger Mensch mitbringen kann in meinem Alter.

Schon mal darüber nachgedacht? 

"Ich fände es so viel leichter, wenn die Erwartungen auf Seiten der Arbeitgeber etwas realistischer sind, bei dem, was ich als junger Mensch mitbringen kann in meinem Alter."

Was hast du bislang für dich in deinem Praktikum über das Arbeitsleben gelernt?

Vor allem den Umgang mit den verschiedenen Kollegen. Und natürlich auch, wie es ist und sich anfühlt, täglich acht Stunden zu arbeiten. Man hat quasi nicht eine einzelne Aufgabe, macht die dann zu Hause fertig so wie in der Schule und dann die nächste Aufgabe. Man hat immer Aufgaben, die sich fortsetzen. Man bekommt allgemein einfach täglich mit, wie das im Arbeitsleben so läuft.

Hat dich dabei irgendwas überrascht? Ist etwas zum Beispiel anders, als du es dir vorgestellt hast?

Also, richtig feste Vorstellungen hatte ich vorher nicht. Mich hat allerdings auf jeden Fall überrascht, dass ich als Praktikant hier so gehört und auch geschätzt werde, in dem was ich mache. Mir werden auch wichtige Aufgaben anvertraut. Damit hatte ich eigentlich nicht gerechnet. Hier ist es so, ich bekomme diese Aufgaben anvertraut, ich darf immer fragen, ich kann immer frei sagen, was ich denke und meine.

Hast du schon eine Idee, wie es nach dem Praktikum hier für dich weitergeht?

Dann geht es erstmal weiter mit der Schule. Aktuell ist mein Plan nach dem Fachabi auch das allgemeine Abi zu machen und dann überlege ich, ob ich studiere oder eine Ausbildung anfange. Das steht für mich noch nicht so ganz fest.

Wie nimmst du das wahr, wie die Menschen hier bei Krahnen miteinander umgehen?

Also, das ist immer ein respektvoller Umgang. Man kann auch Spaß miteinander haben. Es ist ein sehr familiäres Umfeld. Das ist mir auch sehr wichtig. Klar, es gibt auch mal Unstimmigkeiten und dann geht es darum, seinen eigenen Standpunkt zu vertreten, aber das ist auch wieder schnell untereinander geklärt.

Was würdest du anderen jungen Menschen mit auf den Weg geben?

Berufsorientierung und Berufswahl ist nicht immer leicht. Ich finde es wichtig, etwas zu finden, was einem selber Spaß macht und Freude bereitet. Denn wenn man einen Beruf hat, der einem keinen Spaß macht, verbringt man einen Großteil seiner Zeit mit etwas, das einen nervt.
Ich würde auch raten, aufgeschlossen gegenüber Kollegen, neuen Aufgaben und anderen Dingen, welche das Berufsleben so mit sich bringt, zu sein. Ich finde es zudem wichtig, soziale Kompetenzen zu entwickeln, sonst kommt man auch für sich persönlich nicht weiter. Auch ist es hilfreich, zu lernen immer selbständiger zu werden. Denn im Arbeitsleben kann man nicht ständig an die Hand genommen werden.

Was machst du gerne in deiner Freizeit?

Ich mache viel Sport in meiner Freizeit. Das ist für mich ein guter Ausgleich. Da ich momentan nur zwei Tage Schule in der Woche habe und drei Tage im Betrieb bin, ist das mit den Hausaufgaben überschaubar und mir bleibt genug Freizeit. Auch soziale Kontakte finde ich super wichtig, also Zeit mit meinen Freunden zu verbringen.

Wie sehen deine Arbeitszeiten während deines Praktikums aus?

Ich arbeite Montag bis Mittwoch von 8 bis 16 Uhr im Betrieb und Donnerstag und Freitag bin ich in der Schule.


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März 2022
Kamera statt Klinkenputzen

Krahnen schickt den Staubsaugervertreter in Rente und ist damit der Konkurrenz in der Corona-Pandemie zwei Schritte voraus

Die Firma Krahnen aus dem rheinisch-bergischen Kreis verkauft ihre Industriesauger nur noch digital – aus einem modernen Studio heraus. Dort finden Sie alle aktuelle Veranstaltungen und erfahren alle wichtigen Infos für Ihre Absauganlagen.

Es ist das typische Bild, das man im Kopf hat, wenn man an eine Staubsaugerfirma denkt: Der nette Vertreter, der an der Haustür klingelt, um sein Produkt vorzuführen und bestenfalls an den Mann oder die Frau zu bringen. Staubsaugerfirmen gelten als Experten des unerwarteten Hausbesuchs. „Das sind wir nicht! Das machen wir nicht! Wir sind ganz anders“, sagt Simon Alker sehr bestimmt. Alker ist Betriebsleiter bei der Firma Krahnen mit Sitz in Köln und Bergisch Gladbach.

Das Familienunternehmen Krahnen produziert und vertreibt Sauger – aber nicht den klassischen Staubsauger, sondern Industriesauger vor allem für Chemie- und Pharmaindustrie. „Das rein physikalische Prinzip ist immer noch: Ich sauge etwas auf und tue das irgendwo rein – also ich mache Schmutz weg. Aber wir machen das für jegliche Art problematischer Medien. Das können Säuren oder Laugen sein, das können Wirkstoffe von Medikamenten sein, das kann Kerosin oder Benzin sein“, erklärt Simon Alker.

Der Staubsaugervertreter hat ausgedient

Seit vier Jahren verzichtet das Unternehmen komplett auf einen Vertrieb im Außendienst. Ein Unternehmen für Sauger – ohne Vertreter, der durch die Lande fährt? Kann das funktionieren? Simon Alker sagt: „Ja! Aber die Entscheidung vor vier Jahren war nicht ganz einfach. Man denkt sich schon: Wenn ich den Vertrieb nicht mehr habe, habe ich ja das Herzstück meines Unternehmens nicht mehr.“

Denn schon der Juniorchef Guido Garnies ist in den Unternehmensanfängen mit dem Prototyp seiner selbstentworfenen ersten explosionsgeschützten Bodenreinigungsmaschine im Kombi durch Deutschland getourt, um seinen Sauger den großen Chemiekonzernen vorzuführen.

Trotzdem hat er gemeinsam mit Betriebsleiter Simon Alker den Vertrieb 2018 vollständig auf digital umgestellt – zu Zeiten als Corona noch niemand kannte. Bis zur Umstellung gab es auch bei der Firma Krahnen ein ganzes Vertriebsteam im Außendienst samt Vertriebsleiter, der durch Deutschland getingelt ist und die Firmen besucht hat – das klassische Klinkenputzen. „Als der Vertriebsleiter die Firma verlassen hat, haben wir das als Chance begriffen. Wir haben gesagt, wir machen das jetzt anders.

Wir machen keine Vorführungen vor Ort mehr. Wir können sowieso keine Kalt-Akquise machen bei großen Chemiekonzernen, weil man ohne Termin gar nicht mehr auf das Werksgelände kommt“, sagt Simon Alker. Außerdem sei es schwierig und kostenaufwendig, hundert Produkte in einem Transporter durch Deutschland zu fahren. Daher der radikale Schritt bei Krahnen: „Wir machen das jetzt digital!“ Ein Risiko für das Unternehmen, durch das Standing der Firma Krahnen am Markt aber ein logischer Schritt. „Wir waren schon immer Vorreiter in der Branche“, bekräftigt Alker.

Online-Präsentation via Zoom und Co.

Für seine Präsentationen hat Krahnen in Bergisch Gladbach-Refrath ein großes Schulungszentrum von über 100 Quadratmetern errichtet, wo alle Krahnen-Produkte als Vorführgeräte stehen. Via Teams, Zoom und Co. wird dem Kunden der Sauger vorgeführt und dann gemeinsam diskutiert, was am besten passt. „Wenn es um die Entsorgung problematischer Stoffe geht, weiß jeder, dass man das beim Krahnen kauft“, sagt Simon Alker.

Die Kunden fragen entsprechend bei Krahnen an, werden telefonisch beraten, schicken Bilder von der Produktion oder Datenblätter von den Stoffen, die entsorgt werden müssen. „Ein klassischer Fall war zuletzt eine Werksfeuerwehr. Die haben einen Container für Gefahrenstoffe und Laugen – insgesamt 35 verschiedene Stoffe gibt es auf dem Werksgelände. Und sie haben einen entsprechenden Abholcontainer, auf dem ein definierter Platz ist, wo unser Sauger hin soll, der dann die Laugen und Säuren absaugen soll. Wir entwickeln dann Lösungsvorschläge“, erklärt der Betriebsleiter.

Die Vorschläge werden dem Kunden dann digital vorgeführt: Das funktioniere sehr gut, sagt Alker: „Aber auch digital muss man den Kunden abholen, Sicherheit vermitteln und ihn unterstützen. Das erfordert ein gewisses Fingerspitzengefühl.“ In ihrem Showroom in Refrath hat die Firma mittlerweile ein richtiges Studio aufgebaut mit speziellen Mikrofonen, einer besonderen Kamera, um das Erlebnis für den Kunden zu perfektionieren.

Von der Pandemie profitiert

Vor der Corona-Pandemie war zum Teil noch etwas Überredungskunst nötig, um die Kundschaft, die den klassischen Vertriebler vor Ort gewöhnt war, von einer digitalen Präsentation zu überzeugen. „Häufig hieß es dann nach der Videovorführung 'Kommen Sie doch trotzdem mal vorbei'“, sagt Simon Alker.

Und dann kam die Pandemie. Und die Firma Krahnen war vorbereitet: Das Unternehmen hatte mit der Digitalisierung früh genug alle Grundlagen geschaffen, um weiterhin die Kundschaft zu erreichen. Natürlich spielten dem Unternehmen auch die Zielmärkte in die Karten: Ein Pharma- oder Chemiekonzern konnte nicht einfach in den Lockdown geschickt werden, damit blieb die Zielgruppe der Produkte bestehen. Außerdem hat sich die digitale Kommunikation etabliert und damit kam auch der Zuspruch des Kunden, sagt Alker: „Homeoffice ist normal geworden und selbst meine Oma kann inzwischen mit Teams umgehen.

Dementsprechend werden unsere digitalen Vorführungen inzwischen super vom Kunden angenommen!“ Das erkennt auch die Konkurrenz, heißt es von Krahnen. Marktbegleiter haben jetzt mit den Problemen zu kämpfen, die Krahnen schon vor vier Jahren mit ihren digitalen Betriebswegen gelöst hat. „Die orientieren sich jetzt auch an uns und werden digitaler.“

Der moderne Vertriebler wird zum Moderator
Während die Konkurrenz an der Digitalisierung arbeitet, hat Krahnen sie inzwischen perfektioniert. Damit verändert sich auf die Vertriebsaufgabe der Mitarbeiter: „Die Stärken von Vertriebsmenschen im klassischen Sinn sind das Interagieren mit Menschen und auch die Reaktionen zu lesen. Was natürlich per Kamera komplett anders ist. Da liegt der Fokus jetzt viel mehr auf dem Produkt, das wir präsentieren, als auf der menschlichen Komponente Kunde-Verkäufer“, weiß Simon Alker.

Deshalb ist bei der Firma Krahnen auch jeder Mitarbeiter dazu 'verdonnert' – egal ob Vertrieb, Technik oder Buchhaltung – einmal im Monat mit einem Krahnen-Sauger die Werkstatt zu saugen: „Wo packe ich den Schlauch hin, was mache ich mit dem Kabel und der An- und Ausschalter ist eigentlich auf der falschen Seite – viele Dinge merkt man erst, wenn man das Gerät selber benutzt“, lacht Alker.

Davon profitieren dann am Ende auch die Produkt- oder Erklärvideos, die Krahnen für Händler oder für die Endkunden produziert. „Bei der klassischen Vorführung früher hat das ja so funktioniert: Ich halte meine Hand vor den Sauger und der saugt meinen halben Ärmel mit ein. Und der Kunde ist direkt begeistert von der Power und will das Gerät haben! Diese Kraft des Saugers spüre ich aber bei einer Online-Präsentation nicht – dafür rücken jetzt andere Aspekte in den Fokus, die der moderne Verkäufer dem Kunden präsentiert.

Zum Beispiel wie leicht ein Sauger zu zerlegen ist, um ihn zu reinigen oder wo man Qualitätsdokumente am Gerät ablegen kann“, erklärt Alker. Die Sicherheit steht für Krahnen immer an erster Stelle, denn bei explosiven Stoffen geht es um Menschenleben. Ist der Sauger im Einsatz und es treten Fragen auf, begleitet Krahnen seine Kunden auch hier weiter digital per Videokonferenzen, um den Kunden zu unterstützen. Wir haben eine große Verantwortung, sagt Simon Alker: „Deshalb haben wir auch keinen Online-Shop. Denn Sicherheit verkauft man nicht über einen Online-Shop.“

Unterstützung durch Fachkräfteinitiative Kluge Köpfe

Bei den eigenen Mitarbeitern – vor allem bei den Mitarbeitenden im Vertrieb – hat sich das Anforderungsprofil bei Krahnen komplett gewandelt. Der klassische Vertriebsmitarbeiter hat bei Krahnen ausgedient: „Wir brauchen junge Menschen, die mit digitalen Medien aufgewachsen sind, die technikaffin sind und mit einer Kamera interagieren können“, sagt der Betriebsleiter. Hier profitiert Krahnen auch von der Fachkräftekampagne Kluge Köpfe.

Durch regionale Power von vielen kleinen Einzelnen könne man viel mehr Reichweite und Aufmerksamkeit generieren, betont Simon Alker: „Wir stehen als Mittelstand in der Mitarbeiterrekrutierung in Konkurrenz zu großen namhaften Firmen. Die jungen Leute, die motiviert sind, wissen oft gar nicht, dass es Krahnen gibt. Einen digitalen Vertrieb, wie bei uns, gibt es ja woanders gar nicht. Darauf muss ich natürlich auch aufmerksam machen, um potentielle junge Mitarbeiter zu erreichen.“

Simon Alker hofft, dass bei Krahnen der Spagat des technologischen Innovationstreibers und des modernen Innovationstreibers hinsichtlich der Digitalisierung weiter gut funktioniert. Aktuell steht ein Generationenwechsel im Betrieb an und damit verbunden auch die Suche nach Arbeitskräften – die größte Herausforderung der Pandemie, sagt Betriebsleiter Simon Alker. „Wer weiß, was die Zukunft bringt, welche Schritte wir gehen müssen. Aber das hat die Vergangenheit gezeigt: Einen mutigen Schritt zu gehen und auch mal was zu wagen, zahlt sich oft aus.“ Das Staubsaugervertreter-Image hat Krahnen dadurch erfolgreich abgeschüttelt.

Februar 2021
GL-Kontakt Fachbeitrag 

Der Spezialist für verunreinigte Industrieböden

Mit seinen Industriesaugern ist die Firma Krahnen Marktführer für Reinigungstechnik in explosionsgeschützten Bereichen!

Schonbeim Betreten der Produktionshallenfallen dem Betrachter die Edelstahlprodukte auf, die im Neonlicht glänzen. Sauberkeit und Reinheit sind hier oberstes Gebot.

KRAHNEN, wenn es um Sicherheit geht!

Nicht verwunderlich– stehen doch diese der täglichen Themen Arbeit auf bei derder Agenda Firma Krahnen, dem Marktführer für Reinigungstechnik in explosionsgefährdeten Bereichen. Seit über 50 Jahren ist die Firma aus Köln mit Produktionsstätte in Bergisch Gladbach zuverlässiger Partner für Kunden aus der Chemie-, Pharma-, Lebensmittel-, Petround Zündstoffindustrie. Dabei hat sich das Unternehmen in den letzten 25 Jahren als Absaugespezialist für problematische Medien aller Art, ob flüssig, fest oder gasförmig, etabliert. Die Krahnen-Kunden profitieren von ausgesuchter Qualität hochkomplexer Bauteile, die alle samt in Deutschland produziert werden, von umfassenden Servicedienstleistungen und von einem weltweit anerkannten Know-how. „Nicht selten wird unser Firmenchef Guido Garnies angefragt, wenn es um besonders problematische Lösungen geht, wie zum Beispiel die Reinigung von toxisch kontaminierten Industrieböden“, weiß Betriebsleiter Simon Alker zu berichten. Verantwortlich für das umfassende Wissen des umtriebigen Firmenchefs ist nicht zuletzt seine Arbeit in diversen europäischen Normausschüssen. Fast überflüssig zu erwähnen, dasss ich das Unternehmen von den verschiedensten Institutionen auditieren und zertifizieren lässt, um dem Kunden größtmögliche Sicherheit zu garantieren.

Die Kundenklientel von Krahnen schätzt vor allen Dingen die Vorteile der integrierten Gesamtlösungen aus einer Hand, die Zuverlässigkeit der 35 Mitarbeiter und die umfassenden Servicedienstleistungen, die den Kunden auch nach erfolgtem Kaufabschluss eine umfangreiche Beratung garantieren. Ein weiterer integraler Bestandteil der Firmenphilosophie ist die Langlebigkeit der Produkte. Es gibt etliche Krahnen-Sauger, die schon mehr als 25 Jahre zuverlässig ihrem Dienst beim Kunden nachkommen. Dabei bleibt es nicht aus, dass das eine oder andere Verschleißteil mal kaputt geht. Kein Problem: Das gut sortierte Ersatzteillager der Firma Krahnen sorgt dafür, dass es nicht zu unnötigen, und deswegen kostenintensiven Stillstandzeiten in der Produktion des Kunden kommt. Prompte Lieferung eine Selbstverständlichkeit. Last but not least legen die verantwortlichen Mitarbeiter des Hauses großen Wert auf nachhaltige Kommunikation mit dem Kunden. „Nur im ständigen Austausch mit den Kunden und dem Markt können wir uns erfolgreich den aktuellen Herausforderungen stellen und „best in class“-Produkte anbieten, die hohe Wirtschaftlichkeit garantieren“, beschreibt Alker eines der Erfolgsrezepte des Spezialisten für Industriesauger aus dem Rheinland.