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Besonderheiten beim Saugen im Reinraum!

Die Abscheidung des Sauggutes im Sauger erfolgt hauptsächlich über entsprechende Filter. Nicht zur Zonentrennung bei brennbaren Stoffen, sondern auch bei der Aufnahme von normalem Sauggut, sollte der Sauger über mehrere Filter verfügen. Nicht wegen Korngröße des Pigments, sondern auch im Hinblick auf Filterbruch, sollte eine Austrittsgefährdung vermieden werden. Besondere Sorgfalt sollte bei der Aufnahme von gesundheitsgefährlichen Stoffen getroffen werden. Wichtige Punkte gilt es vorsorglich abzufragen: Bauart, Zweck, Handling, Reinigung und Entsorgung.
Um das Risiko einer Kontamination zu vermeiden, muss für den jeweiligen Anwendungsfall das entsprechende Filterelement im Sauger vorhanden sein.

Wichtig ist der herstellerseitige Nachweis zur Qualität, Feinheit, Klasse, sowie zur Dichtsitzprüfung nach Einbau im Sauger.

Filterelement

Bauart Zweck

Ist das Filterelement mediumbeständig?
Erfüllt das Filterelement hinsichtlich Abscheidegrad den Zweck?

- Filterqualität
- Filterklasse
- Filterflächenbelastung
- Filterintegrität vor Inbetriebnahme
- Filterdichtsitz vor Inbetriebnahme
- Nachweis der Einhaltung der geforderten OEL Werte 1 – 5

a) bei der Produktentnahme und

b) beim Filterwechsel

- Filterabreinigung
Wie sicher nach einem Wechsel?

- Filterintegrität
- Filterdichtsitz
- Filterabreinigung

Gegen welche Reinigungsverfahren beständig? Was muss bei der Entsorgung beachtet werden?

 

Häufigste Fehler in der Reinraumreinigung
 

Bei Reinigungsarbeiten kann es vorkommen, dass bei einer Unterbrechung der Saugschlauch und das Zubehör nicht sorgfältig gelagert wird. Die Realität zeigt, dass oftmals die Zeit fehlt, darüber nachzudenken, dass ein Teil des Staubes sich im Inneren des Zubehörs ablagert und dieses kontaminiert ist. Beim Umfallen einer Handsaugvorrichtung tritt ein Teil des Sauggutes aus den Öffnungen. Zudem wird häufig bei Reinigungsarbeiten das Zubehör gewechselt. Dies erfolgt meist bei Saugunterbrechung. Kaum Beachtung findet die Gefahr, dass gesundheitsgefährliche Stoffe aus dem Zubehör austreten. Das Risiko einer Kontamination ist vorprogrammiert. Insbesondere in Reinräumen wird die höchstmögliche Reinheit gefordert. Nach Beendigung der Reinigungsarbeiten kommt es häufig bei den Aufräumarbeiten, ohne das Verschließen der Saugöffnungen des Zubehörs, zu einer Belastung der Raumluft.

Die Verwendung des richtigen Zubehörs, bezogen auf den jeweiligen Anwendungsfall, ist ein wichtiger Schritt zu höherer Sicherheit. Krahnen testet für seine Kunden unterschiedliche Zubehörtypen mit einem speziellen hygroskopischen Neon-Feinstaub (Partikelgröße > 0,6 my) unter Schwarzlicht. Erst eine Videoanalyse mit entsprechender Vergrößerung lässt verborgene Kontamination an den Bauteilen erkennen. Insbesondere bei An- und Abkopplungsprozessen entstehen Gefahren, die im täglichen Gebrauch für den Anwender unsichtbar bleiben.

Folgende Fragen sind stets zu klären:

 

Bauart

Ist das Zubehör mediumbeständig?

 

Zweck

Erfüllt das Zubehör den Zweck?

 

Handling

Wie sicher beim Umgang?

 

Parkposition

Wie sicher erfolgt die Aufbewahrung?

 

Reinigung

Gegen welche Reinigungsverfahren beständig?

 

Entsorgung

Was muss bei der Entsorgung beachtet werden?